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SPORTÄRZTEBUND NORDRHEIN
Mitglied der DGSP seit 1948
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Hermann Heck publiziert internationale Spitzenforschung über 50 Jahre hinweg:

Vom ersten Laktatschwellenkonzept 1976 zum digitalen Stoffwechselzwilling in PNAS 2026

Von den ersten Konzepten der Laktatschwelle 1976 bis zur Computersimulation eines individuellen menschlichen Energiestoffwechsels: Eine neue Publikation in PNAS (Proceedings of the National Academy of Science) verbindet mehr als ein halbes Jahrhundert sportmedizinischer Forschung. Eine zentrale Rolle spielt dabei Prof. Dr. Hermann Heck, langjähriges Vorstandsmitglied im Sportärztebund Nordrhein.

Heck gehört zu den Wissenschaftlern, die die leistungsphysiologische Laktatforschung in Deutschland entscheidend mitgeprägt haben. Bereits 1976 war er Koautor der wegweisenden Publikation von Alois Mader und Kollegen zur 4-mmol/l-Laktatschwelle und zur Beurteilung der sportartspezifischen Ausdauerleistungsfähigkeit. 1985 folgte als Erstautor seine grundlegende Arbeit zum maximalen Laktat-Steady-State (MLSS).

Nun ist Heck erneut an einer wegweisenden Publikation beteiligt. Gemeinsam mit einem internationalen Forschungsteam untersuchte er das bereits in den 1980er-Jahren von Alois Mader entwickelte mathematische Modell des menschlichen Energiestoffwechsels. Das Modell verbindet Glykolyse, oxidative Phosphorylierung und das Phosphokreatin-System und berechnet daraus unter anderem Laktatkonzentration, Sauerstoffaufnahme, pH-Wert und Fettoxidation während körperlicher Belastung.

Hermann Heck spielte auch bei dieser neuen Studie eine zentrale aktive Rolle. Er führte einen wesentlichen Teil der Computersimulationen durch und diskutierte die Ergebnisse in Online-Meetings mit den internationalen Projektpartnern, darunter Jessie Axsom in den USA und Jeffrey Rothschild in Neuseeland. Dass Heck diese Arbeit als lange emeritierter Professor mit derselben wissenschaftlichen Neugier und Aktivität fortführt, unterstreicht die außergewöhnliche Kontinuität seiner Forschung.

Die Ergebnisse sind bemerkenswert: Ohne die grundlegenden Gleichungen für die einzelnen Simulationen anzupassen, reproduzierte das Modell zehn bekannte Phänomene der Belastungsphysiologie. Dazu zählen Laktatschwelle und MLSS, aktive Laktatelimination, Fettoxidation, Sauerstoffaufnahme und metabolische Ermüdung.

Mit der frei verfügbaren Open-Source-Software MetaboliSim (https://metabolisim.org) lässt sich nun ein virtueller Mensch anhand individueller physiologischer Größen modellieren. Daraus ergibt sich perspektivisch die Idee eines digitalen Zwillings für Sport und Bewegung: Werden beispielsweise Leistungsdaten aus Wearables mit individuellen physiologischen Parametern kombiniert, könnte das Modell künftig den Energiestoffwechsel während Training und Wettkampf in Echtzeit simulieren und etwa Informationen über Substratverbrauch oder Ermüdung liefern. 

Für Hermann Heck schließt sich damit ein bemerkenswerter wissenschaftlicher Kreis: von den experimentellen Grundlagen der Laktatschwelle in den 1970er-Jahren über das MLSS-Konzept bis zum digitalen Zwilling des Energiestoffwechsels im Jahr 2026. Nur wenige Wissenschaftler haben ein Forschungsgebiet über einen Zeitraum von mehr als 50 Jahren so kontinuierlich und aktiv mitgestaltet.

 


 

 

 

Unser Leitbild

 

Tradition verpflichtet – ein kurzer geschichtlicher Überblick.

Deutschland gilt als das Gründerland der organisierten Sportmedizin und blickt auf eine mehr als 100jährige Tradition zurück. 1912 wurde in Oberhof / Thüringen die erste sportärztliche Vereinigung der Neuzeit gegründet. Weitere Meilensteine dieser Entwicklung sind die Herausgabe der ersten sportmedizinischen Zeitung der Welt (1924) und die Mitbegründung des Weltverbandes für Sportmedizin im Jahre 1928 FIMS sowie die Definition für Sportmedizin aus dem Jahr 1977.

Der Sportärztebund Nordrhein (SÄB NR) ist ein gemeinnütziger eingetragener Verein und besteht seit 1948. Er ist der größte Landesverband des im Jahre 1950 gegründeten Deutschen Sportärztebundes, der heutigen Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP). Die DGSP ist ihrerseits eine der größten Organisationen für Ärztinnen und Ärzte in Deutschland und hat aktuell rund 8000 Mitglieder.

Entsprechend des Leitbildes der DGSP  sind wir DIE medizinische Gesellschaft für die Themen Gesundheit bei und durch körperliche Aktivität, Bewegung und Sport.

Bewegung ist Leben

Im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen die positiven Aspekte von körperlicher Aktivität und die Reduktion von Inaktivität. Unser Ziel ist es daher, Bewegung und Sport als integralen Bestandteil der Gesundheitsförderung in Prävention, Rehabilitation und Therapie in der Gesellschaft und in den ergebenden Lebensräumen zu etablieren.

Der Mensch im Zentrum

In unserem sportmedizinischen Handeln orientieren wir uns an den Voraussetzungen, Bedürfnissen und Möglichkeit jedes Einzelnen. Wir unterstützen die Gesunderhaltung und Leistungsfähigkeit in und durch Bewegung und Sport. Wir wenden uns dabei an Menschen jeden Alters, unabhängig von Gesundheitszustand und Leistungsfähigkeit. Wir sind den ethischen Normen der Medizin und des Sports verpflichtet. Doping ist verboten; es ist gesundheitsgefährdend. Wir lehnen jede Leistungsmanipulation ab und setzen uns für einen dopingfreien Sport ein.

Neben dem Leitbild orientieren wir unser sportärztliches Handeln am Ethikcode der FIMS.

Eine Besonderheit des SÄB NR ist sein besonders weites Angebot im Bereich der Fort- und Weiterbildung zur Erlangung der Zusatzbezeichnung Sportmedizin für Ärztinnen und Ärzte. Bereits 2007 wurde die erste Akademie für sportmedizinische Weiter– und Fortbildung gegründet. Sämtliche Kurse zur Erlangung der Zusatzbezeichnung Sportmedizin können über den SÄB NR absolviert werden. 

Die Weiter- und Fortbildung ist in erster Linie für Ärztinnen und Ärzte gedacht.

Sportärztebund Nordrhein e.V.

Deutsche Sporthochschule Köln
Am Sportpark Müngersdorf 6
D - 50933 Köln
Telefon: 0221 - 49 37 85
Fax: 0221 - 49 32 07
Mail: info@sportaerztebund.de